Der montenegrinische Immobilienmarkt erlebt derzeit ein starkes Wachstum: Miet- und Kaufpreise für Wohnimmobilien steigen deutlich und erreichen in vielen Regionen neue Spitzenwerte. Die Entwicklung wird von hoher Nachfrage bei begrenztem Angebot getragen und macht den Markt für Investoren, ausländische Käufer und Bewohner gleichermaßen interessant.
Laut Stefan Mišković, Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung der Immobilienagenturen von Montenegro (UANCG), variieren die Mietpreise in Podgorica deutlich nach Lage und Objektqualität. Garagen in Stadtteilen wie Zabjelo und Stari Aerodrom werden für 300 bis 400 Euro monatlich vermietet, neuere und besser ausgestattete Wohnungen können bis zu 500 Euro verlangen. Beliebte Viertel wie das City Quarter und Preko Morače bieten Einzimmerwohnungen für 450 bis 650 Euro, Zweizimmerwohnungen liegen bei 500 bis 700 Euro; Luxuswohnungen in Top-Lagen erreichen bis zu 1.000 Euro monatlich.
An der Küste sind die Mieten noch höher, vor allem in der Sommersaison. Studios und Einzimmerwohnungen in Orten wie Budva, Kotor und Herceg Novi werden typischerweise für 600 bis 800 Euro vermietet, größere Wohnungen erzielen rund 1.200 Euro pro Monat. In Podgorica bieten Randbezirke günstigere Optionen, während Luxuswohnungen in Zentrumsnähe, etwa in der Nähe des Big Fashion Center und Teilen von Preko Morače, Premiumpreise erzielen.
Bei Kaufpreisen liegen neu errichtete Objekte in Podgorica im Durchschnitt bei etwa 2.066 Euro pro Quadratmeter, Küstenobjekte etwas höher bei rund 2.328 Euro pro Quadratmeter. Hochwertige Gebäude in zentralen Lagen der Hauptstadt bewegen sich zwischen 3.000 und 3.500 Euro pro Quadratmeter, erstklassige Meerblick-Objekte an der Wasserlinie können bis zu 5.000 Euro pro Quadratmeter erreichen. Prestigeprojekte wie Porto Montenegro, Porto Novi und Luštica Bay markieren das obere Ende des Marktes mit Wiederverkaufspreisen von bis zu 15.000 Euro pro Quadratmeter, abhängig von Lage, Ausstattung und Serviceangeboten. Günstigere Alternativen finden sich im Norden Montenegros mit durchschnittlich etwa 1.200 Euro pro Quadratmeter; zentrale Gemeinden außerhalb Podgoricas liegen bei rund 1.050 Euro pro Quadratmeter.
Seit 2020 haben sich die Immobilienpreise in Montenegro nahezu verdoppelt – von etwa 1.100 Euro auf über 2.150 Euro pro Quadratmeter bei Neubauten – und die Mietpreise sind insbesondere seit 2022 stark gestiegen. Treiber der Nachfrage sind ausländische Käufer, digitale Nomaden und Investoren, die in Montenegro eine attraktive Kombination aus Lebensqualität und Renditechancen sehen.
Marktbeobachter mahnen zur Vorsicht hinsichtlich der Nachhaltigkeit des rasanten Preisaufschwungs, verweisen jedoch zugleich auf die anhaltend starke Nachfrage und die schrumpfende Verfügbarkeit von Immobilien. Das Marktgeschehen bietet Chancen für Käufer und Mieter, die bereit sind, sich im wettbewerbsintensiven Umfeld zu positionieren.
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